Lange war die Stimmung in der Schweizer Industrie von Zurückhaltung geprägt. Investitionen wurden überprüft, Projekte verschoben, Organisationen gestrafft und bei Neueinstellungen genauer hingeschaut.
Nun gibt es erste Signale, die aufhorchen lassen.
Die Schweizer Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2026 überraschend stark gewachsen. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistete die Chemie- und Pharmaindustrie. Gleichzeitig wurde die Wachstumsprognose für das Gesamtjahr deutlich nach oben korrigiert.
Das SECO erwartet für 2026 inzwischen ein Wachstum der Schweizer Wirtschaft von 1,7 %. Noch im Juni lag die Prognose bei 0,9 %. Im zweiten Quartal wuchs das BIP um 1,5 %, wobei Chemie und Pharma einen wesentlichen Wachstumsimpuls lieferten.
Quelle: SECO – Konjunkturprognose vom 17. September 2026
Auch innerhalb der Life-Science-Industrie ist Bewegung sichtbar: Neue Produktionskapazitäten werden aufgebaut, Investitionsprojekte vorangetrieben und spezialisierte Technologien ausgebaut. Gleichzeitig wird restrukturiert, konsolidiert und an anderer Stelle Personal abgebaut.
Aufschwung oder Umbau? Wahrscheinlich ein Stück weit beides.
Und vielleicht ist genau das für den Arbeitsmarkt die interessantere Entwicklung. Denn neuer Personalbedarf entsteht nicht erst dann, wenn die gesamte Branche boomt. Er entsteht dort, wo investiert wird, neue Projekte starten, Kompetenzen aufgebaut werden oder bestehende Teams kurzfristig zusätzliche Ressourcen benötigen.
Wendepunkte erkennt man häufig erst im Rückblick. Wie schnell sich eine Situation verändern kann, haben wir in den vergangenen Jahren mehrfach erlebt. Auch rund um Covid folgte auf grosse Unsicherheit und Zurückhaltung in relativ kurzer Zeit eine Phase, in der Projekte wieder aufgenommen wurden und bestimmte Fachkräfte plötzlich stark gefragt waren. Die heutige Situation ist damit nicht vergleichbar. Die Erfahrung daraus bleibt trotzdem interessant:
Der Bedarf an spezialisierten Fachkräften kann schneller zurückkommen, als entsprechende Recruiting-Kapazitäten aufgebaut werden können.
Gerade in Chemie, Pharma und Life Sciences betrifft das häufig einen überschaubaren Kandidatenmarkt. Quality, Regulatory Affairs, QP/FvP, MSAT, Validation, Engineering oder Supply Chain sind Kompetenzen, die sich nicht beliebig schnell beschaffen lassen.
Muss man deshalb heute schon für 2027 rekrutieren?
Natürlich nicht.
Aber vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt, sich eine andere Frage zu stellen:
Sind wir parat, wenn Projekte wieder Fahrt aufnehmen?
Dazu gehört nicht nur Headcount. Es geht auch darum, bei Bedarf schnell auf zusätzliche Recruiting-Kapazitäten, spezialisierte Marktkenntnis und ein bestehendes Kandidatennetzwerk zugreifen zu können.
Genau dafür bietet gloor&lang unterschiedliche Modelle – vom Executive & Professional Search über Project Recruiting und RPO bis zur gezielten Aktivierung unseres gewachsenen Life-Science-Netzwerks.
Ob 2027 tatsächlich den Turnaround bringt, wird sich zeigen. Dass sich etwas bewegt, ist bereits sichtbar.
Wir sind parat.